D-A-D - MONSTER PHILOSOPHY

Submitted by Niels on Wed, 11/12/2008 - 13:44.

D-A-D - Monster Philosophy
VÖ: 21.11.2008
Label/Vertrieb: 3R Entertainment/Cargo
Presse/Online Promotion

D-A-D sind:

Jesper Binzer (voc, g)
Jacob Binzer (g)
Stig Pedersen (b)
Laust Sonne (dr)

Als Anfang der Achtziger drei junge Kopenhagener am Ernst des Lebens einigermaßen desinteressiert in den Tag hinein leben, zeichnet sich nicht gerade das am Firmament ab, was man irgendwie als „erfolgreiche Rockband“ bezeichnen würde. Peter Jensen (dr), Stig Pedersen (b) und Jesper Binzer (v,g) musizieren ein wenig und zelebrieren ansonsten das, was sie wenige Jahre später in ihrem größten Hit zusammen gefasst haben: „Sleeping My Day Away“.

Dass sie zwanzig Jahre später immer noch eine große Nummer sind und mit genannter Selbstkritik auch einen weltweiten Erfolg feiern konnten, war seinerzeit nicht im entferntesten zu erahnen. Musikalischer Zug kommt in die Sache D-A-D (damals noch „Disneyland After Dark“) erst mit dem Einstieg von Jespers Bruder Jacob (g). In dieser Formation nimmt man das Debüt „Call Of The Wild“ auf und begründet im Vorbeigehen das Genre „Cowpunk“. Die Band trägt ihren Namen ab sofort zurecht. Das folgende „No Fuel Left For The Pilgrims“ avanciert zum Kultalbum und prägt Ende der Achtziger eine ganze Generation von Punk- und Rockfans. Was folgt sind bewegte Jahre. Studioalben zwischen kommerziellem Erfolg und kreativer Erneuerung aber auch geschäftliche Tiefschläge, enttäuschende Verkaufszahlen und künstlerische Ausrutscher, die bei den Fans bestenfalls für Verwirrung sorgen. Mit Anfang des neuen Jahrtausends und dem Album „Everything Glows“ (auf dem Peter Jensen von Laust Sonne ersetzt wird) kehrt man aber wieder in die Erfolgsspur zurück und kann die alten Fans wieder auf den Kurs der Band einstimmen.

D-A-D, das ist trotz aller Volbeats und Vetos und wie sie alle heissen, seit inzwischen 20 Jahren die größte Rockband Dänemarks. Die Anzahl ihrer Headliner-Shows auf dem legendären Roskilde Festival sind Legion und ihre Alben fahren auch heute, zwei Dekaden nach dem Überhit „Sleeping My Day Away“, in der Heimat zuverlässig Doppel-Platin-Auszeichnungen ein. Der Status Quo könnte also auch heute noch kaum besser sein für die Band um die Binzer-Brüder. Und trotzdem ruht man sich mit dem neuen Album „Monster Philosophy“ nicht auf den verdienten Lorbeeren aus, sondern bemüht neue Themen und Zugänge zur eigenen musikalischen Identität. Heraus gekommen ist 2008 ein Album zwischen eingängigen Rocknummern („Beautiful Together“, „Revolution“), entspannter Melancholie („Milk And Honey“, „River“) und dem beinahe countryhaft galoppierenden „Money Always Takes The Place Of Life“, mit dem die Musiker ihrer Geschichte als Erfinder des „Cowpunks“ die Ehre erweisen. So hört sich ein Album an, wenn vier Musiker wissen, dass sie niemandem mehr etwas beweisen müssen. Es aber dennoch tun wollen. Ambitioniert, verspielt und immer im Wissen um die eigenen Trademarks. Jesper Binzers charismatischer Gesang ist der rote Faden, der die 14 Stücke (inkl. G-A-S exklusiver Bonussong) zusammenhält, rechts und links des Weges ist erlaubt, was rockt und Spaß macht. Wie eigentlich schon immer. Trademarks? Ja! Korsett? Nein, danke. Da produziert man eben auch mal schnell im Vorbeigehen eine waschechte Radionummer („Too Deep For Me“), die auf den Sommerfestivals in der Heimat bereits live erprobt und von den Fans für gelungen befunden wurde.

2008 klingen D-A-D mit ihrem zehnten Studioalbum „Monster Philosophy“ wie eine perfekte Symbiose aus „No Fuel Left For The Pilgrims“, dem experimentelleren „Simpatico“ und dem straighten Rocker „Scare Yourself“. Das Beste aus allen Welten sozusagen, soundtechnisch veredelt in New Jersey und Kopenhagen.

Discographie (Studioalben):

1986 Call Of The Wild
1987 Draws A Circle
1989 No Fuel Left For The Pilgrims
1991 Riskin it All
1995 Helpyourselfish
1997 Simpatico
2000 Everything Glows
2002 Soft Dogs
2006 Scare Yourself
2008 Monster Philosophy

|

Reply

  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <img>
  • Lines and paragraphs break automatically.
  • Potentially problem-causing HTML tags are filtered.
  • Each email address will be obfuscated in a human readble fashion or (if JavaScript is enabled) replaced with a spamproof clickable link.

More information about formatting options

CAPTCHA
Diese Frage dient dazu festzustellen, ob Sie ein Mensch sind und um automatisierte SPAM-Beiträge zu verhindern.
2 + 1 =
Lösen Sie dieses einfache mathematische Problem und geben Sie das Ergebnis ein. Für 1 + 3 geben Sie z.B. 4 ein.